Talking about INTERNSHIP

Meist darf man als Praktikantin jene Arbeit machen, die die anderen nicht machen wollen oder die sich zeitlich nicht mehr ausgeht und liegen bleibt. Daher hatte ich auch keine großen Erwartungen, als ich am ersten Tag ins Büro der Innovationsabteilung & Next spaziert bin. Aber gleich als ich ankam war mir klar, dieses Praktikum ist vielleicht doch nicht so „normal“ wie erwartet. Das Büro ist offen und freundlich eingerichtet und man hat sogar Spaß, wenn man hier den Großteil seines Tages verbringen DARF. 😉

Als ich also hier ankam, haben mich alle herzlich und mit offenen Armen empfangen. Zudem wurde mir auch sofort von jedem das Du angeboten. Mein erstes kurzes Meeting hatte ich dann auch sofort am Morgen meines ersten Tages mit meinem Praktikumsbetreuer. Nachdem wir ein bisschen Smalltalk geführt haben, erklärte mir dieser auch gleich, was denn nun eigentlich genau mein Arbeitsauftrag sein wird: „Wir wollen einen Nachhaltigkeitshub aufbauen und du sollst uns dabei helfen!“ Einen was bitte aufbauen? Genau diese Frage schwebte mir nach dem ersten Meeting durch den Kopf. Meine erste Woche verbrachte ich deshalb auch nur mit der Recherche zu bereits bestehenden Nachhaltigkeitshubs, was sich als gar nicht mal so leicht herausgestellt hat. Nachdem ich mindestens die ersten 30 Google Seiten durchforstet und jeden Link angeklickt hatte, kam ich zum Ergebnis, dass es so etwas in dieser Form einfach noch nicht gibt oder ich einfach zu doof bin, um eine Definition zu finden. Die nächste logische Schlussfolgerung war also, die ganze Abteilung zum Thema Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitshub zu befragen. Nachdem ich damit fertig war und die Interviews ausgewertet hatte, gab es endlich eine einigermaßen schlüssige Definition für den Begriff „Nachhaltigkeitshub“. Für alle, die sich nun immer noch fragen, was ein Nachhaltigkeitshub überhaupt ist, hier meine Definition:

„Ein Nachhaltigkeitshub kann eine Gemeinschaft, ein Verein, eine Plattform oder ein Netzwerk sein, auf dem Menschen mit unterschiedlichen Background und aus unterschiedlichen Schichten aufeinandertreffen und ihre Erfahrungen austauschen, sich vernetzen und zusammen Ideen entwickeln, um nachhaltige Lösungen zu schaffen.“

Beim nächsten Jour Fixe mit meinem Betreuer verfügte ich nun über diese Definition. Daraufhin war der Arbeitsauftrag diese Definition und die ganzen weiteren Begriffe, die noch zum Thema aufgetaucht sind, in bildlicher Form zu illustrieren. Mein erster Gedanke – ich und zeichnen, das kann einfach nicht funktionieren. Nachdem ich mir einige eigene Gedanken gemacht habe, habe ich beschlossen, dass Ideen viel leichter kommen, wenn man zu zweit ist. Daher habe ich Anja, die zweite Praktikantin, gebeten, mir dabei zu helfen. Zum Glück habe ich das gemacht, denn im Endeffekt standen wir mit zehn Ideen da, welche wir auf drei eingegrenzt haben. Diese drei Ideen – ein Ameisenhaufen, eine Bienenwabe und ein Geysir (der zuerst ein Vulkan war, aber wir haben dann festgestellt, dass ein Vulkan irgendwie doch nicht so nachhaltig ist) – haben wir dann mit Stolz der ganzen Abteilung präsentiert und alle abstimmen lassen, welche der Ideen denn am besten passen würde. Gewonnen hat die Bienenwabe, aber das hatte ich mir auch schon fast gedacht, da das auch unser „heimlicher“ Favorit war, in dem damit auch am meisten Liebe steckte.

Zum Ideensammeln und um zu sehen wie andere Hubs denn so aufgebaut sind, hat mich mein Praktikumsbetreuer auch für zwei Tage nach Wien geschickt, um an einem Event teilzunehmen. In diesen zwei Tagen habe ich nicht nur extrem spannende Leute kennenlernen dürfen, die alle im Innovationsbereich von unterschiedlichen Unternehmen tätig sind, sondern konnte auch sehen, wie der „Bürojob“ von morgen heute schon aussieht – und zwar ziemlich cool. Die meisten Hubs hatten community working spaces, offene Büros, chillout areas und vieles mehr. Als ich zurückkam, war mir klar, ich kann und möchte auch niemals in einem 0815 Büro sitzen, wenn ich weiß, dass es Büros, wie die der NEXT gibt.  

Jetzt sitze ich hier im Büro und meine letzte Woche ist angebrochen. Während ich also meine Abschlusspräsentation vorbereite und nochmal all das, was ich während meiner Zeit hier gemacht habe, überfliege, stelle ich fest, wie abwechslungsreich meine Arbeit hier doch war. Ich habe recherchiert, Interviews durchgeführt, war auf einem spannenden Event, hab sogar gezeichnet und natürlich ganz viel Tischfußball gespielt. Das Praktikum hat meine Einstellung zum Arbeiten verändert, denn Arbeit kann, auch wenn man es kaum glauben mag, Spaß machen. Es bleibt natürlich Arbeit, aber nette Kollegen, spannende Thematiken und ein angenehmes Arbeitsklima können dazu führen, dass man nach seinem Praktikum seinen Job doch etwas vermissen wird.

Abschließend bleibt mir also nur zu sagen – Thank you NEXT 😉

Rebecca Spandl

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